Darum geht’s doch gar nicht!

Aus aktuellem Anlass ein paar Worte zum Thema „Gegen antimuslimischen Rassismus = Pro Islam?“ – „Darum geht’s doch gar nicht!“

Der Begriff „Antimuslimischer Rassismus“ beschreibt rassistische Verhaltensweisen und Einstellungen gegenüber Menschen, die aufgrund ihres Aussehens, ihres Namens oder ihrer vermeintlichen Herkunft für Muslime gehalten werden. Mit der Kategorie „Muslim_a“ sind, wie mit allen rassistischen Kategorien, bestimmte Stereotype verknüpft, die zur Abwertung der kategorisierten Person führen.

Unser Kongress richtet sich gegen diese Form des Rassismus, und versucht mehr Klarheit im Umgang mit gesellschaftlichen und eigenen Stereotypen und Rassismen zu schaffen.

Bei unserem Kongress geht es definitiv nicht um eine Auseinandersetzung mit dem Islam als Religion, also nicht um eine Analyse von antiemanzipatorischen, homophoben oder antisemitischen Einstellungen bestimmter muslimischer Einzelpersonen, Gruppen oder Strömungen.

Es geht uns um eine Kritik an der kollektiven Unterstellung solcher
Einstellungen gegenüber vermeintlichen Muslim_innen, die in wachsendem Maße die uns umgebende Gesellschaft und auch unsere Szene prägt.

Kritik am Islam als Religion ist sicherlich angebracht und wichtig –
ebenso wie an allen anderen Religionen, die als Herrschaftsmittel
genutzt werden – aber für unseren Kongress gilt: Darum geht’s doch gar
nicht, sondern um Rassismus!